Sonora 709 - classic: SCANDINAVIAN SPIRITS

Merano - Teatro Puccini

Übernatürliche Reiche und magische Wesen in alten nordischen Traditionen

Eine Reise ins Jenseits auf den Flügeln eines alten norwegischen Gedichts; bezaubernde Geister, die traditionelle schwedische Balladen und Legenden bevölkern: Die Musik von Brú lüftet den dünnen Schleier zwischen Realität und Mysterium und hinterlässt uns mit einer Frage... „Gibt es wirklich eine Grenze?“

Konzeption, Komposition und Bearbeitung von Krishna Nagaraja

Programm:

  • Draumkvæde I: Der Rahmen der Vision
    (trad. Norwegisch / arr. K. Nagaraja)
  • Schwedische mittelalterliche Ballade: "Herr Olof"
    (trad. Schwedisch / arr. K. Nagaraja)
  • Intermezzo: "Polska efter Pelle Fors"
    (trad. Schwedisch / arr. K. Nagaraja)
  • Draumkvæde II: Gjallarbrú, die Brücke ins Jenseits und ihre wilden Wächter
    (trad. Norwegisch / arr. K. Nagaraja)
  • The Blue Goat set
    (trad. Schwedisch / arr. K. Nagaraja)
  • Schwedische mittelalterliche Ballade: "Lindormen" („Die Drachen-Schlange“)
    (trad. Schwedisch & A. Norudde / arr. K. Nagaraja)
  • Intermezzo: "GjallarBrú"
    (K. Nagaraja)
  • Draumkvæde III: Reise jenseits des Todes
    (trad. Norwegisch / arr. und improvisiert Brú)
  • Himlens polska (Polska des Paradieses)
    (trad. Schwedisch / arr. K. Nagaraja)
  • Dansen Ungdom (Tanz, junge Leute)
    (trad. Schwedisch / arr. K. Nagaraja)
  • Martins Begravning (Martin wird begraben)
    (trad. Schwedisch / arr. K. Nagaraja)
  • Intermezzo: "Näckens polska" („Die Polska des Näcken“)
    (trad. Schwedisch, Text A.A. Afzelius (1812) / arr. K. Nagaraja)
  • Draumkvæde IV: Der Tag des Jüngsten Gerichts
    (trad. Norwegisch / arr. K. Nagaraja)
  • Domedagslåtten (Der Tag des Jüngsten Gerichts)
    (trad. Norwegisch)
  • Schwedische mittelalterliche Ballade: "Näcken och Jungfrun" („Der Näcken und die Jungfrau“)
    (trad. Schwedisch und Norwegisch / arr. K. Nagaraja)
  • Draumkvæde V: Epilog
    (trad. Norwegisch / arr. K. Nagaraja)

 

 


 

Brú - New Early Music:

Nadia Kuprina – Gesang
Davide Monti – Barockvioline
Krishna Nagaraja – Barockviola, Hardanger-Fiedel
Marco Testori – Barockcello
Giangiacomo Pinardi – Arciliuto

Sonora 709 - classic: MAXIMA IMMORALIA

Meran - Stadttheater

MAXIMA IMMORALIA
Kammeroper für Stimmen und Instrumente

Libretto und Musik: Orazio Sciortino – Edizioni Curci

Orazio Sciortino – Dirigent

Stimmen:
Maria Eleonora Caminada
Giulia Peri
Giulia Zaniboni

GAMO Ensemble
Marco Facchini – Violine
Lucio Labella Danzi – Violoncello
Nicola Tommasini – Akkordeon
Fabio Fornaciari – Klavier
Federico Tramontana – Schlagzeug

Maxima Immoralia ist eine Kammeroper zwischen Eros und Satire. Das Libretto wurde nach dem Vorbild jener erfolgreichen und gewagten Literatur, die zwischen dem Mittelalter und der Renaissance entstanden ist, in Prosa und Versen geschrieben.

Auf der Bühne steht nur eine einzige Figur, eine Frau mit drei Stimmen, die von nicht vollzogenen Ehen, prostituierten Nonnen, unterdrückten Begierden und gewagten Fantasien erzählt, mit Anspielungen auf wenig erbauliche Episoden aus der Geschichte der Kirche, mit Verweisen auf die Welt der Madrigale des Barock, auf groteske Masken bis hin zum volkstümlichen „Cunto“. 

Lebendige Musik, bestehend aus in der Zeit schwebenden Klängen, die auf unkonventionellen Klangtechniken basieren. Das kleine Ensemble nimmt das Publikum zusammen mit dem Vokal-Trio auf eine poetische Reise voller beißender Ironie mit.

 

 

Sonora 709 - classic: GOLDBERG - VARIATIONEN

Merano - Teatro Puccini

J. S. Bach – Goldberg-Variationen, BWV 988 (Fassung für Streichtrio)

Die Goldberg-Variationen, ein Meisterwerk der Klaviermusik, nein, der Musik im Allgemeinen, werden hier in einer Fassung für Streichtrio präsentiert. Das Werk ist ungewöhnlich für Bach, denn er bediente sich selten dem Stilmittel „Thema mit Variationen“, und es ist der Legende nach für den jungen Klaviervirtuosen Goldberg entstanden, um den Schlaf seines Mäzens und Auftraggebers der Variationen, Graf Keyserling, zu fördern. Das kreisförmiges Werk besteht sowohl in seiner Gesamtstruktur als auch in den einzelnen, manchmal sogar Anklänge an deutsche Folklore enthaltenden Variationen aus goldenen Proportionen. „Es ist, kurz gesagt, Musik, die weder Anfang noch Ende kennt, Musik ohne wirklichen Höhepunkt und ohne wirkliche Auflösung“ (Glenn Gould).

Marcello Fera – Violine
Ernest Braucher – Bratsche
Federica Ragnini – Violoncello

Sonora 709 - classic: Concentus

Merano - Teatro Puccini

J. S. Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 in G-Dur, BWV 1048

Jean Sibelius: Canzonetta, Op. 62a

Vanni Moretto: Ex silentio (italienische Erstaufführung)

W. A. Mozart: Konzert für Klavier und Orchester in Es-Dur, KV 271 „Jeunehomme“

 

Man betrachte dieses Programm als eine Aufzählung der verschiedenen Möglichkeiten, wie die einzelnen Elemente eines orchestralen Organismus miteinander in Beziehung stehen können.

In Johann Sebastian Bachs drittem Brandenburgischen Konzert, geschrieben für neun Streicher und Generalbass, sind die einzelnen Komponenten zu einem dichten konzertanten Dialog aufgerufen, in dem die Verantwortung sowohl für die Solopassagen als auch für die dichte, pulsierende Struktur, die die gesamte Komposition vorantreibt, von allen gleichermaßen geteilt wird.

Nach diesem, man könnte sagen „glühenden Feuerball“, der abgesehen von einer kurzen Verschnaufpause in der Mitte während seiner gesamten Dauer mit gleichbleibender Intensität Energie freisetzt, geht es weiter mit der „Canzonetta” von Jean Sibelius aus der Bühnenmusik für das Theaterstück „Kuolema” (übersetzt bedeutet „Kuolema“ „Tod“). Hier ist es die Kraft der Melodie, welche die Komposition prägt. Sie wird abwechselnd verschiedenen Sektionen des Ensembles anvertraut, einmal den Violinen, einmal den Celli, und so werden hier singende und begleitende Rollen gespielt. Die besondere Atmosphäre, der Rhythmus und die Farben des Klangs bereiten auf das dritte Stück des Programms vor:

„Ex Silentio“ von Vanni Moretto. Dieses Stück, das hier in italienischer Erstaufführung präsentiert wird und 2024 vom Opéra-Théâtre in Clermont-Ferrand beim Mailänder Komponisten in Auftrag gegeben wurde, stellt eine weitere Möglichkeit der  Rollenverteilung im Ensemble vor, nämlich die der Form des Konzerts für Solisten und Orchester. 

Das Orchester eröffnet das Stück mit einer Landschaft von unklaren Konturen, aus der die Solovioline die Elemente entnimmt, um Form und Sinn zu gestalten. Auf der einen Seite die Welt, das „Außen“, auf der anderen Seite die individuelle Erfahrung, welche die äußeren Eindrücke in ihrem Inneren interpretiert, formt und so ihre ureigene Geschichte bestimmt.

Im letzten Programmpunkt, dem Klavierkonzert „Jeunehomme“ von Wolfgang Amadeus Mozart, wird das Streichorchester um ein Element erweitert. In der Entwicklung dieser musikalischen Form, zu der Mozart einen enormen Beitrag leistete, stellt das „Jeunehomme“ einen entscheidenden Wendepunkt zwischen dem Stil der Salzburger und der Wiener Zeit dar. Der Solist tritt vom ersten Takt an in einen Dialog mit dem Orchester, der weit über die Gegenüberstellung von Solist und Orchester hinausgeht und die Ebenen des musikalischen Diskurses in einer Logik des kontinuierlichen Austauschs miteinander verwebt. Im Mittelpunkt steht eben dieser Dialog, reich an Ideen, Überraschungen, Abschweifungen und unterschiedlichen emotionalen Zuständen. Eine hierarchisch bewegliche Dynamik, zu der Solist und Orchester mit gleicher Kraft beitragen.

 

 

Ensemble Conductus

Veronica Egger – Konzertmeisterin 
Luca Buratto – Klavier
Marcello Fera – Solovioline und Dirigent

Sonora 709 - Classic: KOMPLIZEN IN HABANERA

Kunst Meran - Merano Arte

Music around Caribe

Das Konzert, mit der Ausstellung von René Francisco verknüpft, feiert die Zusammenarbeit des kubanischen Kontrabassisten mit zwei der wichtigsten Namen des Jazz und der lateinamerikanischen Musik. Diese einzigartige Begegnung ist von der Musikform inspiriert, die als erste von Kuba nach Europa gelangte: die Habanera. Ein neuartiges Setup, das sich im Geflecht lateinamerikanischer Formen bewegt; und gerade jenen Musikformen hat die musikalische Vorstellungswelt diesseits und jenseits des Ozeans viel zu verdanken.

Gaston Joya - Kontrabaß

Gabriele Mirabassi - Klarinette

Roberto Taufic - Guitarre 

Sonora 700: (1917-2017) Metamorphosis 

Meran - Herz - Jesu - Kirche bei den Englischen Fräulein

Metamorphosis
Anton Webern - Langsamer Satz
Béla Bartók - Romanian Folk Dances (Solo Violine: Veronika Egger)
John Cage – Five
Olivier Messiaen - Danse de la Fureur pour les sept trompettes
Arvo Pärt  - Silounans Song
Steve Reich - Clapping music
Marcello Fera - Cellophonia  (Solo Cello: Nathan Chizzali)
Albert Mayr - SPOR
Marcello Fera (Aus Traditional) - Levar di tavola (Piffero: Stefano Valla)

Stefano Valla - Blockflöte und Piffero
Ensemble Conductus
Marcello Fera - Leitung

Sonora 700: (1817-1917) Dream & Nation 

Meran - Stadttheater

Antonín Dvořák:"Dumky" Trio, op. 90 nr.4
Zoltán Kodály: Duo für Violine und Violoncello op.7
Maurice Ravel: Klaviertrio in a-moll op. 67

Filippo Faes - Klavier
Daniel Guedes - Geige
Alexander Hülshoff - Cello

Sonora 700: (1717 -1817) Europa 1767

Meran - Herz - Jesu - Kirche bei den Englischen Fräulein

Festival Sonora 700
(1717 -1817) Europa 1767

Georg Philipp Telemann (1681 - 1767): Loure, aus der Suite TWV 55:D21
Carl Friedrich Abel (1723 - 1787): Sinfonie Op.7 Nr.1 in D-Dur Op.4 Nr.1 k7
Luigi Boccherini (1743 - 1805): Sinfonie in D-Dur G 500
Joseph Haydn (1732 - 1809): Menuett aus dem Quartett in f-Moll op. 20 Nr. 5,
Andante aus der Sinfonie Nr. 35 in B-Dur
Felice Bambini (1743 - nach 1787): Sinfonie Op.1 Nr.1 in Es-Dur
Jan Krtitel Vanhal (1739 - 1813): Sinfonie op.25 Nr.5 in A-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791): Andante aus der Sinfonie Nr. 8 K48
Georg Philipp Telemann (1681 - 1767): Les Turcs aus der Suite Les Nations TWV 55:B

Ensemble Conductus mit Originalinstrumenten
Vanni Moretto - Leitung

Sonora 700: (1617 -1717) Lusitalma

Merano New Sporting Center ex Café de Paris

Festival Sonora 700
(1617 -1717) Lusitalma

Aus der Neuen Welt gelangen Kaffee, Schokolade, Kartoffeln und Tomaten nach Europa. Über die Kapverdischen Inseln werden aus Afrika Sklaven deportiert, die neue Sprachen sprechen und neue Musik erfinden. Hommage an die Kapverdische Tradition

Programma/Programm
Andrea Falconiero: Ciaccona
Andrea Falconiero: Folias echa para mi Señora Doña Taorililla de Carallenos
Ugo Nastrucci (da Gaspar Sanz): Canarios
Marcello Fera (da Corelli): Follephonia
Djack do Carmo: Flor Formosa
Teofilo Chantre: Roda Vida
Frank Cavaquim: Mar Azul
Teofilo Chantre: No amá
Mario Lucio: Maylen
Beleza: Talvez
Dani Caravalho: Tchinchirote

Nancy Vieira – Stimme
Ensemble Conductus
Marcello Fera - Leitung

Sonora 700: (1517 – 1617) Bauern und Hexen 

Merano Palais Mamming Museum

Festival Sonora 700
(1517 – 1617) Contadini e Streghe - Bauern und Hexen 


Giovanni Antonio Pandolfi Mealli (ca. 1630-ca. 1669): Sonata op. 3/Nr. 4 La Castella
Antonio Falconieri (1585-1656): Madalena
Anonimo (16 sec.) / Anonymus (16. Jhdt): Tono humano
Georges Aperghis (*1945): Le corps á corps 
Wolff Heckel: (ca. 1515-ca. 1562): Guter bayrischer Bauerntanz
Dimitri Terzakis (*1938): Geschwätz
Jakob Arcadelt (1507-1568): O felici occhi miei
Diego Ortiz (1510/1525-1570) da/ aus: Recercadas del Tratado de Glosas
Recercada segunda sobre el madrigal „O felici occhi miei“
Recercada terza sobre el madrigal „O felici occhi miei“

Hannes Kerschbaumer (*1981): suru 
Marcello Fera (*1966): Die Ballade von Anna Jobstin

Duo Enßle-Lamprecht & Friends:

Cordula Stepp - Sopran
Anne-Suse Enßle - Blockflöten
Wolfgang Praxmarer - Vihuela & Laute
Philipp Lamprecht - Perkussion

Sonora 700: (1417 – 1517) Der verliebte Landsknecht

Meran Landesfürstliche Burg

Festival Sonora 700
(1417 – 1517) Der verliebte Landsknecht

Guillaume de Machaut: Ma fin est mon commencement
Arnold von Bruck: Es gieng ein Lantzknecht
John Baldwin: Coockow
Josquin Des Prez: Canon a 2, Mille Regretz
Heinrich Isaac: Innsbruck ich muss dich lassen, La Morra, La Spagna, La più vaga et più bella donna, Ne' più bella di queste
Tielmann Susato: Ronde, La Battaglia
Ludwig Senfl: Mit Lust tät ich ausreiten
Paul Hofhaimer: Herzliebstes Bild
Jacques Arcadelt: Il Bianco e dolce Cigno
Marchetto Cara: S' io sedo all' ombra 
Autori vari: Balletto: La Morisque
Orlando di Lasso: Madonna mia pietà, O occhi, manza mia, Matona mia cara
Anonymus (1520) Canto di lanzi venturieri

Il Pinzimonio vocale: 
Gudrun Mayrl, Irene Clara - Sopran
Elisabeth Fistill, Stefanie Watschinger - Alt
Raimund Pitscheider - Bass
Renzo Huber - Tenor und Leitung

Lorenzo Cavasanti, Fabiano Martignago, Manuel Staropoli, Luca Ventimiglia -  Blockflöten, Renaissancequerflöte, Cromornen

Sonora 700: Ars Nova

Meran - Stadttheater

Festival Sonora 700
(1317 – 1417) Ars Nova

G.de Machaut (1300-1377): Hoquetus David
Francesco Landini (1325-1397): Selvagia Fera, Muort’oramai, Echo la primavera (Suite von M.Fera)
Repertorio Dhrupad: Raga Kirvani
Claudio Monteverdi (1567-1643) / M.Fera (1966): Scherzi con Claudio
Antonio Vivaldi (1678-1741): Concerto per flauto, archi e b.c. RV 441
Olvier Messiaen (1908-1992): Danse de la fureur, pour les sept trompettes
Luigi Tenco (1938-1997):  Lontano Lontano ((Fassung für Sopran und Streicher von M.Fera)
Marco Lenzi (1967): Morbido

Gaia Mattiuzzi – Sopran 
Lorenzo Cavasanti – Blockflöte

Samvad:
Virginia Nicoli – Bansuri
Igino Brunori – Altsaxophon
Ciro Montanari – Tabla

Ensemble Conductus:
Veronika Egger
Ayumi Tovazzi
Sara Molinari
Martin Schmidt
Johanna Mader
Barbara Mutschlechner – Violine
Petr Pavlov – Bratsche
Antonio Fantinuoli – Cello
Silvio Gabardi – Kontrabass
Antonella Lorengo – Cembalo

Marcello Fera – Leitung